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The Sound of Austria

„Jetzt hat uns die den Schas gewonnen.“ Was da vor knapp einem Jahr passiert ist, lässt sich auch heute noch kaum in bessere Worte als jene von Song Contest-Moderator Andi Knoll fassen. Österreich, das Land in dem heimische Musik außerhalb von FM4 kaum in TV und Radio gespielt wird,  das Land mit dem zu kleinen Markt, in dem angeblich fast niemand von Musik leben kann, gewann 2014 den Eurovision Song Contest. Eine Sensation.

Doch die eigentliche Sensation spielt sich schon seit einigen Jahren abseits der Song Contest- und Castingbühnen ab. Immer mehr heimische Acts professionalisieren sich, österreichische Bands füllen europa-, ja teilweise weltweit Clubs und Hallen, und auch in den Medien sickert es langsam durch: Musik aus Österreich ist heute so aufregend wie seit Jahrzehnten nicht mehr!

Die Musik des Tiroler Hang-Spielers Manu Delago findet etwa Superstar Björk so aufregend, dass sie ihn seit Jahren zu gemeinsamen Konzerten weltweit einlädt. Auch die Linzer Band Valina hat aufregende Kooperationspartner, wurden ihre letzten beiden Alben doch von Nirvana-Produzenten Steve Albini aufgenommen.

War es vor einigen Jahren noch nötig, wie Chakuza und Marla Blumenblatt Österreich zu verlassen, um den Sprung auf die Bühnen der Welt zu schaffen, werden heute österreichische Acts wie die Sofa Surfers, Kreisky, Dunkelbunt oder König Leopold international von Publikum und Medien zu recht gefeiert.

Auch das Publikum hierzulande zeigt wieder Interesse an heimischer Musik und stürmt Konzerte von sehr Österreich-bezogenen Acts wie Der Nino Aus Wien oder Ernst Molden. Und endlich ist auch wieder österreichische Musik abseits von Casting-Shows im TV zu sehen: Etwa bei der Vorausscheidung zum Song Contest, u.a. mit Clara Blume, Renato Unterberg und, besonders erfolgreich, DAWA.

Aber das ist nur die Spitze des Eisbergs. Die Breite und Vielfalt der österreichischen Musikszene ist gigantisch geworden, fast täglich drängen neue Bands ins Rampenlicht. Von Acts wie Yasmo, James Hersey, Lylit oder Schmieds Puls etwa wird man in Zukunft noch viel hören, nicht nur hierzulande. Und ganz weit vorne arbeiten Acts wie Konea Ra, Hans, Mavi Phoenix oder Kartenhauskörper heute schon am Sound von überübermorgen.

50 Jahre nachdem der Film The Sound Of Music das musikalische Bild Österreichs global völlig falsch geprägt hat, ist der Welt inzwischen klar: The Sound Of Austria bedeutet heute nicht mehr volkstümlich-verkitschte Alpenromantik sondern – und zwar genreübergreifend: populäre Musik am Puls der Zeit.

 

KünstlerInnen-Porträt

Im KünstlerInnen-Porträt:
Moonlight Breakfast

Electro Swing, Disco und Gypsy Jazz: Die Newcomer aus Bukarest erobern gerade Europa mit ihrer coolen Kombination von mitreißender Musik und beseeltem Gesang.

 Moonlight Breakfast
 

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