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Appletree

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Live: Appletree

»Zwischen Stiernacken und Tiermasken«

Dafür, dass Appletree das Rappen schon mit 12 Jahren begonnen hat, wurde es in den letzten Jahren verdammt still um den MC aus Wien. Nicht ohne Grund: Appletree hat sich eine Auszeit vom Rappen genommen. Sechs Jahre nach dem letzten Mixtape »Nicht Umsonst« ist er jetzt wieder zurück und veröffentlicht die »Zwischen Stiernacken und Tiermasken«-EP über Samy Deluxe’ KunstWerkStadt. Darauf zu hören: Fünf Songs, die unmissverständlich klarmachen, warum es gut ist, dass Appletree nach langer Funkstille wieder zurückgekehrt ist. Fünf Songs, die aber auch klarmachen, warum Samy Deluxe derart große Stücke auf den Rapper hält.

Auf das standesgemäße Intro folgt mit »Hallo« ein astreiner Representer mit Punchlines bis Oberkante Unterlippe und »Ihr kriegt mit nicht mehr weg« mit Beat von DJ Vito und Levon Supreme so wie Cuts von Red Bull Thre3style Vizeweltmeister DJ Flip aus Irland  setzt noch einen drauf. Für »Skifahrer« hat Appletree genau das gemacht, was er bei Samy Deluxe in der KunstWerkStadt gelernt hat: Die Komfortzone verlassen. »Der Beat klang schon sehr nach Trap und auch wenn ich diese Art von HipHop privat gerne mal höre, möchte ich nicht in die gleiche Kerbe wie viele andere Rapper derzeit schlagen. Also habe ich diesen doch sehr typischen Beat eben mit meinem eigenen Flow versehen – und mittlerweile ist der Song einer meiner Lieblingstracks von der EP«, sagt Appletree und lacht. Auf dem Titeltrack »Zwischen Stiernacken & Tiermasken« erörtern Appletree und Samy Deluxe im Frage-Antwort-Stil den Status Quo der deutschen Rap-Szene, ehe die EP mit der ruhig-reflektierten Rap-Retrospektive »Reise« schließt.

Der Titel der EP ist ursprünglich eine Zeile aus dem Song »Sag drei mal seinen Namen«, den Appletree im letzten Herbst nach einer langen Schaffenspause als Videosingle veröffentlicht hat. »Die Zeile war sehr prägnant und ich finde, sie beschreibt gut, was im deutschen Rap gerade passiert – es wird sehr viel pauschalisiert und in Schubladen gesteckt. Aber ich war in meiner Musik schon immer vielseitig und kann auf dem einen Track einen Rapper zerreißen, im nächsten Moment eine Liebestrack schreiben und mag BoomBap-Beats genau so wie Trap oder poppige Hooks. So klingen meine Songs. Ich sitze eben zwischen allen Stühlen und man kann mich nicht auf ein Image festnageln.«